Manufaktur Chodov
Geschichte
Die
Manufaktur in Chodov gehört zu den ältesten in Böhmen. Sie wurde von dem
Besitzer der Herrschaft von Chodov František Miesl, der im Jahr 1811 die
Bewilligung zur Steinguterzeugung aus eigenem Kaolinlager erhielt,
gegründet. Bereits 1830 vermiete er den Betrieb an F. Weis, den Hauptmaler der
Porzellanfabrik in Kysibl (Stružná). Auch dieser erzielte jedoch keinen
bedeutsamen Erfolg und deshalb verkaufte F. Miesl noch in demselben Jahr die
Porzellanfabrik an den reichen Kolengrubenbesitzer Jan Dietl, der mit seinen
Gesellschaften J. Hüttner & Co. gründete. Die Bewilligung zur Porzellanerzeugung
wurde ihnen in Jahr 1835 erteilt.
Nach 1840 kaufte Porzellanfabrik in Chodov sächsische Arzt Dr.Geitner, der sie nach fünf Jahren an der Prager Fabrikanten Moses Porges von Portheim verkaufte. Die Familie Portheim erweitere die Porzellanfabrik und sicherte den Anstieg der Produktion. Fast nach dreiβig Jahren, im Jahr 1872, verkaufen sie den betrieb an die Firma Haas und Czjzek in Horní Slavkov, die sich um die weitere Blüte der Manufaktur von Chodov verdient machte.
Aus jener Zeit stammen auch die bekannten Marken mit den Buchstaben H&C (Haas und Czjzek) unter zwei fichten und dem buchstaben CH (Chodov), den der Betrieb bis heute verwendet.
Nach Beendigung der Privatisierung im Jahr 1994 wurde die Porzellafabrik in Chodov einer von sechs Betrieben Aktiengesellschaft Karlovarský porcelán, dem gröβten Porzellanproduzenten in der Tschechischen Republik.
Gegenwärtig erzeugt Manufaktur Chodov das handgefertige, mit 24karätigem Gold vergoldete und dekorierte Rosaporzellan. Im Gegensatz zu einigen Produzenten, die eine rosafarbige Glasur verwenden, färbt die Manufaktur von Chodov bereits die Porzellanmasse, die sie dann mit einer durchsichtigen Glasur überdeckt.
Dank seiner Prätention und seinem speziellen Pruduktionproceβ bleibt das
Rosaporzellan von Chodov immer typisch
und originell.